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17-07-2017: Kölner Stadt-Anzeiger, Rainer Nonnenmann
Kultur & Medien Konzert: Die Musik weitet sich zur Szene

Drei Tänzer rennen, springen, schliddern, kriechen zwischen drei Instrumentalisten umher. Ihre Bewegungen scheinen immer wieder auf Kollisionskurs zu Violine und Cello zu gehen. Doch Angst um die kostbaren Instrumente ist fehl am Platz. Denn alle perfekt einstudierten Gesten und Aktionen sind präzise im Raum platziert als Bestandteile einer ungewöhnlichen Verbindung von Kammer- und Ballettmusik. Die beiden Werke des Abends verbinden Instrumentales und Choreographisches zu einer sich wechselseitig beleuchtenden Einheit.
Die Veranstaltung der Bernd-Alois-Zimmermann-Gesellschaft in der Alten Feuerwache kombinierte identisch besetzte Werke von Michael Denhoff und Bernd Alois Zimmermann. In Denhoffs 3. Klaviertrio "Schwarzes Ballett" von 1995 erscheinen die drei Musiker des "Ensemble uBu" wie die Tänzer Yves Ytier (für die Choreographie verantwortlich), Magdalena Öttl und Antonia Stäcker barfüßig. Vor dem schwarzen Boden und Bühnenvorhang treten so sämtliche Spiel- und Tanzaktionen als Klänge und Gesten eines Dialogs hervor. Die Tänzer greifen instrumentale Spielweisen auf, indem sie Klavieranschläge, Auf und Abstriche nachzeichneten. Und am Ende bemächtigen sie sich gar selbst der Instrumente.

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